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Skifahrt des Ski-Projektkurses Q1 nach St. Johann im Pongau

Im Rahmen des Ski-Projektkurses der Jahrgangsstufe Q1 des Max-Planck-Gymnasiums nahmen wir an einer einwöchigen Skifahrt in St. Johann im Pongau (Osterreich) teil. Begleitet wurden wir von Herrn Withake und Herrn Hinkel. Die Fahrt verband sportliche Aktivität mit einem klaren pädagogischen Konzept und stellte für uns eine intensive sowie lehrreiche Erfahrung dar. Untergebracht waren wir in einer Jugendherberge in St. Johann im Pongau, die uns sowohl als Unterkunft als auch als Ort für gemeinsames Arbeiten, Vorbereitungen und Reflexionen diente. Mit insgesamt zehn Schülerinnen und Schülern war unser Projektkurs bewusst klein gehalten, was ein konzentriertes Arbeiten, eine enge Betreuung und eine angenehme Lernatmosphäre ermöglichte.

Das zentrale Ziel der Fahrt bestand für uns in einem bewussten Perspektivwechsel. Wir sollten lernen, Unterricht nicht nur aus der Sicht der Lernenden, sondern auch aus der Sicht der Lehrkräfte zu erleben. Um dieses Ziel zu erreichen, übernahmen wir selbst Verantwortung für einzelne Unterrichtseinheiten. An jedem Tag bereiteten jeweils Zweiergruppen ein bestimmtes Thema vor, welches anschließend den übrigen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern vermittelt wurde. Dabei nahmen wir bewusst die Rolle der Lehrkraft ein und gestalteten sowohl theoretische als auch praktische Lernphasen.

Die von uns vorbereiteten Themen umfassten zentrale Bereiche der Skitechnik. Dazu gehörten unter anderem der Übergang vom Pflug in die Kurve, der Weg vom Schneepflug zur parallelen Kurve, der richtige Stockeinsatz sowie das Fahren verschiedener Kurvenradien. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Carven, bei dem insbesondere Technik, Körperhaltung und Kontrolle im Vordergrund standen. Die Inhalte wurden zunächst erklärt und anschließend direkt auf der Piste praktisch umgesetzt.

Unser Tagesablauf war klar strukturiert. Morgens ging es gegen 9 Uhr auf die Piste. Dort wurde jeweils ein Thema vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, an unseren eigenen skifahrerischen Fähigkeiten zu arbeiten und das Gelernte selbstständig zu vertiefen. Nach dem Skitag kehrten wir in die Unterkunft zurück, wo die Inhalte reflektiert und die kommenden Tage vorbereitet wurden. Begünstigt wurde das gesamte Programm durch sehr gute äußere Bedingungen. Während der gesamten Woche herrschte nahezu durchgehend Kaiserwetter mit angenehmen Temperaturen und viel Sonnenschein. Auch die Pistenbedingungen waren durchweg gut und ließen keinen Anlass zur Beschwerde. Ein besonders wichtiger Aspekt der Fahrt war das Thema Sicherheit. Diese stand jederzeit an erster Stelle. Sowohl auf der Piste als auch bei der Durchführung der Unterrichtseinheiten wurde großer Wert auf Regelbewusstsein, gegenseitige Rücksichtnahme und verantwortungsvolles Verhalten gelegt. Dadurch konnten wir uns sicher bewegen und gleichzeitig Verantwortung für uns selbst und die Gruppe übernehmen.

Eine weitere Besonderheit dieser Skifahrt bestand darin, dass wir zum ersten Mal eine Klausur außerhalb der Schule schrieben. Dadurch wurde deutlich, dass die Fahrt nicht nur einen sportlichen, sondern auch einen klar schulischen Charakter hatte. Das Schreiben der Klausur unter diesen besonderen Bedingungen stellte für uns eine neue Erfahrung dar und zeigte, dass schulisches Lernen auch außerhalb des regulären Unterrichts statfinden kann.

Neben dem pädagogischen und schulischen Anspruch spielte auch das Gemeinschaftsleben eine große Rolle. Die Abende verbrachten wir häufig gemeinsam in unserer eigenen Stube. Beim geselligen Zusammensitzen, bei Gesellschaftsspielen oder beim gemeinsamen Fußballschauen entstand eine entspannte Atmosphäre, die den Zusammenhalt innerhalb unseres Projektkurses weiter stärkte.

Rückblickend war die Fahrt des Ski-Projektkurses Q1 eine gelungene Verbindung aus sportlicher Aktivität, schulischem Lernen und sozialem Miteinander. Wir konnten unsere skifahrerischen Fähigkeiten verbessern, Verantwortung übernehmen und einen nachhaltigen Perspektivwechsel erleben. Die gemachten Erfahrungen werden uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben und haben unseren Blick auf Unterricht und Lernen nachhaltig erweitert.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Withake und Herrn Hinkel für die Organisation, Begleitung und Unterstützung während der gesamten Woche sowie für die Möglichkeit, diese besondere Form des Lernens erleben zu dürfen.

Marlene Nienhaus