Max-Planck-Gymnasium – 45894 Gelsenkirchen – Tel. +49 (209) 402 3925-0

Musik

Das Fach Musik wird am MPG in den Sekundarstufen I und II unterrichtet. In der Oberstufe besteht Wahlpflicht, wobei die Schülerinnen und Schüler sich für Kunst oder Musik, später auch Literatur, entscheiden müssen. Darauf aufbauend gibt es die Möglichkeit, Musik als drittes oder viertes Abiturfach zu wählen.

Im Zentrum des Faches Musik steht die Wahrnehmung, Gestaltung und Reflexion bezogen auf die künstlerisch-ästhetische Vielgestaltigkeit von Kultur und Lebenswirklichkeit. Musik ist für alle Menschen Teil ihrer täglichen Erfahrung, ob unbewusst im Hintergrund und eingebunden in Alltagshandlungen oder in bewusster und empathischer Hinwendung und Nutzung. In der umfassenden Präsenz, Vielgestaltigkeit und Verfügbarkeit von Musik hat das Fach Musik die Aufgabe, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen die Funktionsweisen von Musik zu verstehen, ihre künstlerisch-ästhetische Identität zu finden und ihr kreatives Gestaltungspotential zu entfalten und kulturelle Orientierung zu erlangen. Im Musikunterricht erwerben die Lernenden dazu grundlegende Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, sich in ihren Lebens- und Erfahrungsräumen bewusst auf Musik einzulassen und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Sie erreichen diese Kompetenzen durch die individuelle Weiterentwicklung ihrer Wahrnehmungs-, Darstellungs- und Ausdrucksfähigkeit, durch den Ausbau ihrer kreativen Potentiale und die Erweiterung ihrer musikbezogenen Kenntnisse. Die Entwicklung dieser musikalischen Kompetenzen ist komplex: Sie schließt die Bereitschaft, sich auf musikalische Erfahrungen einzulassen, Fähigkeiten zu nutzen, Wissen zu aktualisieren und Handlungsentscheidungen zu treffen ebenso ein, wie jene Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sich unmittelbar auf musikbezogene Wahrnehmung, Gestaltung und Verbalisierung beziehen. Die Kompetenzen entstehen also im Zusammenspiel von Neugier, Motivation, Fähigkeit, Wissen, Handeln, Verstehen, Urteilen und Erfahren. Sie entstehen ebenso in Verbindung mit Hörerlebnissen, in der Auseinandersetzung mit der stilistischen, historischen und funktionalen Vielgestaltigkeit von Musik, in kreativen Schaffens- und Ausführungsprozessen, in der Herstellung und Thematisierung von Kontexten und – nicht zuletzt – im musikalisch-ästhetischen Erleben.

Für all diese Anforderungen zeigt sich das MPG gut (aus-)gerüstet – sowohl personell als auch materiell. Und das, obwohl es sich um eine der kleinsten Fachschaften der Schule handelt, bestehend aus dem Musikteam Frau Lieske-Reffgen, Herrn Leven und Herrn Czarnuch. Das praktische Musizieren wird am MPG groß geschrieben, sodass die Äußerung des spanischen Komponisten Manuel de Falla (1876 – 1946) eine Art Leitbild darstellen könnte: „Es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass man Musik verstehen muss, um sie genießen zu können. Musik ist nicht gemacht, damit man sie versteht, sondern, damit man sie erlebt.“ Natürlich kommt das Verstehen / die Analyse am MPG nicht zu kurz, aber eben immer nur in Verbindung mit dem Erlebnis des Klanges!

Die Möglichkeit dieses Erlebens garantieren zwei nebeneinander liegende Musikräume im Neubau; einer ausgerüstet mit einem Klassensatz Keyboards und der andere Großraum mit einer Vielzahl von akustischen Instrumenten wie z.B. Xylophonen, Gitarren, Cajons, Drumset, Boomwhackers, einem Konzertflügel und einem Klavier sowie vielen weiteren Orff-Instrumenten.

Dieser quasi aus zwei miteinander verbundenen Klassenräumen bestehende Großraum ermöglicht auch das Musizieren mit einer ganzen Klasse während des Unterrichts ohne den ansonsten sehr zeitraubenden Auf- und Abbau von Instrumenten.

Einen weiteren Mosaikstein dieses „Klang-Konzepts“ stellt seit dem Schuljahr 2025/26 die Zusammenarbeit mit der Musikschule der Stadt Gelsenkirchen dar. Die Städtische Musikschule Gelsenkirchen und das Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen-Buer bieten allen Schüle-rinnen und Schülern des MPG – insbesondere den Schülerinnen und Schülern des 5. Jahr-gangs – den Instrumente-Dreiklang am MPG unmittelbar im Anschluss an den regulären Unterricht der 6. Stunde. Bei diesem Dreiklang können alle Interessierten drei unterschiedliche Instrumente in Kleingruppenunterricht ausprobieren. Die Instrumente werden für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Der Unterricht umfasst einen zeitlichen Umfang von jeweils fünf Stunden pro Instrument, insgesamt also 15 Wochen.

Im Anschluss an diese Zeit können die Schülerinnen und Schüler bei Interesse eines der Instrumente an der Städtischen Musikschule im Regelunterricht weiter erlernen. So ist es fast schon eine logische Konsequenz, dass sich aus dieser Art und Weise des Unterrichts heraus und der instrumentalen Förderung darüber hinaus immer wieder Schülerinnen und Schüler zu Gruppen, Ensembles und Bands zusammenschließen und in ihrer Freizeit im AG-Bereich aktiv und mit großer Freude Musik machen – ganz im Sinne de Fallas!

Derzeit befindet sich die Fachschaft Musik unserer Schule dabei, das bislang breite außerunterrichtliche Musikangebot sowie die unterschiedlichen Konzertformate nach der langen Zeit des Lockdowns Schritt für Schritt wieder aufzubauen.

So bieten wir insbesondere für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 eine Chor-AG an. Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit einer Band-AG für die Mittelstufe an. Hier unterstützen wir unsere Schülerinnen und Schüler durch das Arrangieren der Songs, die sie gerne spielen möchte und begleiten sie bei den Proben und Aufführen.

Für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bieten wir ebenfalls ein Vocalensemble an, die „PlanckTones“. Bei diesem Chor handelt es sich um eine Gruppe von Sängerinnen und Sängern, die sowohl aus aktiven sowie aber auch aus vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern unserer Schule besteht. Das musikalische Repertoire ist breit gefächert und umfasst Stücke von der Klassik bis hin zur Popmusik und zum Musical.

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