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„Jugend debattiert“ 2026: Omar Youssef (9a) und Johannes Timmerhaus (EF) sind unsere diesjährigen Schulsieger 

Nach zwei überaus spannenden Qualifikationsrunden und gleichermaßen spannenden Finaldebatten war zunächst noch eine ordentliche Portion Geduld erforderlich, bevor am Ende eines langen Debattiertages schließlich die Finalergebnisse feststanden. Omar Youssef aus der 9a ist der stolze Schulsieger in der Altersgruppe I, er landete denkbar knapp vor Mia Sarholz (9c), Julian Driemel (9b) und Emir Polat (9b), die auch sowohl die Jury als auch alle vier Klassen des Jahrgangs als Publikum in der Aula begeistern konn­ten. Johannes Timmerhaus (EF) ist der ebenso stolze Schulsieger in der Altersgruppe II, in der das MPG in diesem Jahr erstmals antritt. Ihn kürte die Jury zum Erstplatzierten nach einem souverän geführten Schlagabtausch mit Vivien Alex (Platz 2), Oskar Hölbe (Platz 3) und Lara Wieczorek (Platz 4), die mit ihren engagierten Auftritten ebenfalls alle Anwesenden sehr überzeugten. Die Finaldebatte der Altersgruppe II fand in der Aula vor den Augen der gesamten Jahrgangsstufe EF statt, die nicht nur tosend applaudierte, sondern dar­über hinaus mit kreativ gestalteten Plakaten zusätzlich anfeuerte.

„Soll eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder eingeführt werden?“ war das Debattenthema in der Altersgruppe I, das Finale der Altersgruppe II widmete sich der Frage, ob extreme Parteien von Diskussionsrunden ausgeschlossen werden sollen. Zuvor hatten sich alle Teilnehmenden der Altersgruppe I in den beiden Qualifikationsrunden mit den Fragen „Soll das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten werden?“ und „Sollen öffentliche Schwimmbäder eine flächendeckende Videoüberwachung einführen?“ auseinanderge­setzt. „Soll Pyrotechnik in Fußballstadien erlaubt werden?“ und „Sollen ausschließlich die Schülerinnen und Schüler für die Sauberkeit auf dem Schulgelände verantwortlich sein?“ waren die Fragen für die Debattierfreudigen aus der EF im Rahmen der Qualifikation. Dass sich alle sechzehn Teilnehmenden am Schulwettbewerb sehr gründlich vorbereitet hat­ten, war für die Jurymitglieder aus den Reihen der Fachschaft Deutsch bereits während der Qualifikationsphase klar erkennbar. So fiel es mitunter auch sehr schwer, Abstufun­gen bei der Bewertung vorzunehmen, zumal mit Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Ge­sprächsfähigkeit und Überzeugungskraft nach vier verschieden Kriterien beurteilt werden musste.

Auch die Jurymitglieder für die beiden Finaldebatten standen letztlich vor der großen Her­ausforderung, die individuellen Stärken an Punkten festzumachen und die Plätze auf dem Treppchen entsprechend zu besetzen, denn am Ende muss nun mal eine Entscheidung fallen, so schwer das auch fällt. Dem Anlass entsprechend war die Finaljury für beide Al­tersgruppen hochkarätig besetzt, unsere Schulleiterin Cirsten Scharf und unser stellver­tretender Schulleiter Marcus Feldhaus ließen es sich nicht nehmen, gleich beide Finalde­batten zu jurieren. Bei der Finaldebatte der Altersgruppe I wurden sie kompetent von Ben Lebentrau (EF) unterstützt, der 2024 den 2. Platz beim Schulentscheid belegt hatte und nun als Juror seine eigene Debattiererfahrung  beim Jurieren einbringen konnte. Für das Finale der Altersgruppe II war sogar der Debattierprofi Philipp Urbanke als drittes Jury­mitglied angereist, was dem Finale einen besonderen Glanz verlieh, denn Philipp ist mit seinem Sieg in Marl im Jahr 2019 unser erster und bislang einziger Regionalsieger.

Omar, Mia, Johannes und Vivien werden am 18.02. beim Regionalentscheid in Marl alles geben, um in Phi­lipp Urbankes Fußstapfen zu treten! Vivien wird dort bereits zum zweiten Mal antreten, weil sie 2024 als Schulsiegerin in der Altersgruppe I schon mal beim Regio­nalwettbewerb debattieren durfte. Julian und Oskar werden als potenzielle Nachrücker auch dabei sein, mit etwas Glück werden sie dann vielleicht ebenfalls zum Zug kommen. Wir drücken auf jeden Fall allen ganz fest die Daumen!!!

An dem bundesweit stattfindenden Wettbewerb, der mit jährlich über 100.000 Teil­neh­menden das größte Projekt zur sprachlich-politischen Bildung in Deutschland darstellt, nimmt das MPG seit dem Schuljahr 2016/17 als Projektschule teil. Pro­funde Sachkenntnis hinsichtlich des Debattenthemas und präzise Ausdrucksfähigkeit sind wichtig für den Er­folg, darüber hinaus können beziehungsweise müssen die Ju­gendlichen aber auch mit ar­gumentativer Überzeugungskraft und flexibler Gesprächsfä­higkeit punkten. „Jugend de­battiert“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsi­denten und wird von der ge­meinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch-Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf-Stiftung gemeinsam unterstützt und gefördert.

Henner Alt