Mein Name ist David Strobel und ich mache im Moment ein Auslandsjahr in Neuseeland.
Ich bin hier in der Stadt Whanganui auf der Nordinsel und gehe in die 12. Klasse der Whanganui High School. Dies ist eine öffentliche Schule mit rund 1600 Schülern und Schuluniform-Pflicht.
Vor fast 3 Monaten bin ich hier angekommen und habe seitdem schon einiges erlebt! Meine Gastfamilie ist supernett, hat mich sehr gut aufgenommen und mich über die Zeit gut in die Familie integriert. Diese besteht aus meinen beiden Gasteltern, meinem 16jährigen Gastbruder und meiner 14-jährigen Gastschwester. Andere internationale Gastschüler gibt es in meiner Gastfamilie nicht. Die Schule hier ist sehr unterschiedlich zur Deutschen. Kein großes Gebäude, sondern ein großer Campus mit vielen kleinen Gebäuden und großen Sportplätzen. Außerdem muss man hier insgesamt nur 6 Fächer im Jahr belegen, was die Schule viel einfacher, aber auch viel unterschiedlicher macht. Man hat jeden Tag 5 dieser 6 Fächer und kann die Themen somit viel intensiver angehen.
Die Schule beginnt jeden Tag um 9 Uhr und geht bis 15 Uhr. Eine Schulstunde geht hier eine komplette Stunde, die Pause ist einmal 45 Minuten und einmal 15 Minuten lang, was den Schultag automatisch länger macht. Das Schuljahr beginnt im Januar und ist in 4 Terms aufgeteilt. 1 Term entsprechen dabei ca. 3 Monate und zwischen den jeweiligen Terms sind immer Ferien. Da der erste Term schon vorbei, ist habe ich jetzt Frühlingsferien und Prüfungen geschrieben. Diese waren vom Niveau her für meine Jahrgang deutlich einfacher als in Deutschland. Neben Erdkunde, Mathematik und Englisch habe ich als Fächer außerdem Kochen, Tanzen und Outdoor Education. Zusätzlich gibt es ein Fach namens Form time, bei dem man jeden Tag von einem Lehrer über Neuigkeiten aufgeklärt wird. Outdoor Education ist eines der besten Fächer, da man viele Ausflüge macht, oder auch lernt, wie man sich in der Wildnis zurechtfinden soll. Mit Outdoor Education habe ich tatsächlich auch schon einen Klettertrip, einen Ski Trip und ein 3-tägiges Ski Camp gemacht. Hier kann man im Moment Ski fahren, weil hier gerade erst Frühling ist und wir vor ein paar Wochen noch Winter hatten. Da ich nur ca. 20 Minuten vom Strand entfernt wohne, gab es für mich trotzdem schon ein paar gute Strandtage. Zum Strand gehe ich oft mit meinen neuseeländischen Freunden, welche ich hier gefunden habe.
Darüber hinaus bietet die Schule ein gutes Sportprogramm an und fast jede Sportart ist hier direkt nach der Schule und läuft auch über die Schule. Die Sportarten wechseln dabei über die Jahreszeiten. Fußball, Badminton oder Netball zum Beispiel sind Wintersportarten. Volleyball, Rudern, Golf oder Rugby sind typische Sommersportarten. Dadurch hat man auch eine große Abwechslung, was das Sportprogramm angeht. Im Fach Tanzen hatte ich auch schon zwei Meisterschaften errungen. Bei den Regionalmeisterschaften habe ich dabei den 1. Platz mit meiner Duo Partnerin gemacht. Somit haben wir uns für die Nationalmeisterschaften qualifiziert.
