Am Freitag, den 28. November 2025, unternahm der Kurs Islamische Religionslehre des 9. Jahrgangs des Max-Planck-Gymnasiums unter der Leitung von Frau Semercioğlu eine Exkursion zur Zentralmoschee in Köln. Begleitet wurde die Gruppe von Frau Vogt. Ziel des Ausflugs war es, das im Unterricht erworbene Wissen durch authentische Eindrücke zu erweitern und einen Einblick in die religiöse, kulturelle und interreligiöse Bedeutung einer modernen Moschee zu erhalten.
Zu Beginn besuchten die Schülerinnen und Schüler den Ausstellungsraum der Moschee. Dort erhielten sie eine Einführung in die Entstehungsgeschichte, die architektonische Gestaltung und die vielfältigen Aufgaben der Moschee innerhalb der muslimischen Gemeinde. Verschiedene Modelle und Schautafeln machten deutlich, welche Überlegungen hinter dem Bau stehen und wie Tradition und Moderne miteinander verbunden wurden.
Im Anschluss führte eine Mitarbeiterin der Moschee die Gruppe in den Gebetsraum. Während der Führung bildeten die Schülerinnen und Schüler einen Halbkreis, und die Dame stellte ihnen gezielt Fragen, um sie aktiv einzubeziehen. Sie lenkte das Augenmerk auch auf die Erwähnung zahlreicher Propheten im Islam – darunter Adam, Abraham, Moses und Jesus – und betonte, dass der Glaube an die vorherigen Propheten im Islam eine zentrale Rolle spielt. Dadurch wurde besonders deutlich, welche starken interreligiösen Verbindungen zwischen Islam, Christentum und Judentum bestehen.
Die Führung thematisierte außerdem die interkulturelle Offenheit der Moschee. Die Architektur setzt bewusst auf Transparenz: Große Fensterflächen ermöglichen es, bereits von außen in den Gebetsraum zu blicken. Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass alle Menschen – unabhängig von Religion oder Herkunft – eingeladen sind, Einblick in das muslimische Gemeindeleben zu erhalten. Die Moschee versteht sich so als offener Lern- und Begegnungsort, der einen wichtigen Beitrag zu einer multikulturellen und vielfältigen Gesellschaft leistet.
Nach der gemeinsamen Führung erkundeten die Mädchen des Kurses den Frauenbereich der Moschee, um einen Eindruck von dessen Gestaltung und Nutzung während des Gebets zu bekommen. Auch dort konnten Fragen gestellt und Beobachtungen ausgetauscht werden.
Zum Abschluss hatten die Schülerinnen und Schüler noch etwas Zeit, sich im Foyer und auf dem Vorplatz aufzuhalten und die Eindrücke des Tages miteinander zu besprechen. Insgesamt erwies sich die Exkursion als äußerst bereichernd: Sie ermöglichte nicht nur einen vertieften Einblick in religiöse Praxis und Architektur, sondern zeigte auch, wie wichtig interkultureller Austausch und interreligiöses Verständnis in einer vielfältigen Gesellschaft sind.