Verabschiedung von Frau Willeke-Sump und Herrn Schörken

Der letzte Tag des ersten Halbjahres markierte auch den letzten Schul- und Arbeitstag von Frau Willeke-Sump und Herrn Schörken. In feierlichem Rahmen wurden beide in den Ruhestand verabschiedet. Nach Ansprachen von Schulleiter, Kollegium, Schülervertretern und Vertretern der Elternschaft wurden ihnen ihre Urkunden überreicht.

Der berufliche Weg eines manchen lässt sich wohl mit dem Bild eines Bergwanderers umschreiben: Der Weg ist zwar in der Regel lang, aber mitunter spannend und interessant, nicht selten beschwerlich und anspruchsvoll und macht im Allgemeinen in der Gruppe mehr Spaß als alleine. Dieses Bild bemühte auch Herr Henrichs bei der Würdigung von Beate Willeke-Sump und Klaus Schörken. Also blickte der Schulleiter nach erfolgreicher Gipfelstürmung nun zurück auf den Weg und den Anstieg der beiden, und zwar anhand seiner Funde beim Studium der Personalakten.

Denn mit Beate Willeke-Sump, die am Max-Planck-Gymnasium die Fächer Deutsch und Sport unterrichtete, verlässt eine Lehrerin die Schule, die von allen am Schulleben Beteiligten ob ihrer Tatkraft und Offenheit aber ebenso ihrer Freundlichkeit und Zurückhaltung wertgeschätzt wurde. Sie begleitete die Geschicke der Schule für insgesamt 35 Jahre.

Der stellvertrende Schulleiter Klaus Schörken war seit 2002 am MPG und hat in diesen fast 14 Jahren eine Menge bewegt. Das machten auch die anschließenden Redner des Lehrerrats, der Eltern und der Schülervertretung deutlich. Sie betonten das große Engagement und die Leistungen des umtriebigen Lehrers, der bei den vielen von ihm initiierten und vorangebrachten Umbau- und Modernisierungsarbeiten auch gerne einmal selbst den Blaumann überzog und die Bohrmaschine in die Hand nahm. Das führte sogar dazu, dass ihm vom Schulträger für das letzte Jahr seiner Amtszeit ein offizielles "Bohrverbot" erteilt wurde — das wurde von allen Anwesenden eher als Auszeichnung verstanden.

Herrn Schörken hatte größten Anteil, dass die Schule heute in Punkto technischer Ausstattung und moderner Unterrichtsräumlichkeiten so hervorragend dasteht und war an der Umsetzung verschiedener unterrichtlicher Konzepte wie etwa dem Lehrerraumprinzip und dem Hausaufgabenkonzept beteiligt.

Von Seiten der Schüler wurde auch der interessante und sehr angewandte Physikunterricht gelobt. Am Ende gestand einer der Schülerredner sogar, dieser sei bisweilen besser als die Pausen gewesen.

Weil aber der berufliche Weg nur einen Teil des Lebens ausmacht und mit erwähnter Gipfelerklimmung der beiden Pensionäre noch längst kein Abstieg verbunden ist, richteten Kollegen, Eltern und Schüler gemeinsam mit Herrn Schörken den Blick nach vorne: Klaus Schörken hat sich wieder in die Fahrschule begeben und ist dabei, seinen "Schiffsführerschein" zu machen, um alsbald zunächst auf Kanälen aber auch auf dem Meer in See zu stechen.

Passend dazu erwähnte er abschließend in einer Anekdote, wie er und der vorherige Schulleiter Reinhard Linnenbrink einst frei nach dem Filmklassiker "Das Boot" den Kollegen der Schule unterschiedliche Rollen der Besatzung des U-Bootes zugewiesen hatten. Herr Schörken war dabei der LI, also der leitende Ingenieuer (weitere Rollenverteilungen wurden aus Diskretionsgründen nicht erwähnt). Nun ist er selber Kapitän.

Wir wünschen Beate Willeke-Sump und Klaus Schörken einen guten Einstieg in die neue Zeit ohne frühes Aufstehen und getakteten Alltag, natürlich Gesundheit und hoffen, dass sie der Schule weiterhin verbunden bleiben und wir sie noch oft bei uns begrüßen dürfen.

R. Spillner