Sommeruniversität für Frauen an der Uni Duisburg-Essen

S.U.N.I 2010 an der Universität Duisburg–Essen

Der erste Tag begann bereits während der Bus- und Bahnfahrt zum Campus Duisburg. Schnell lernte man schon hier einige Kursteilnehmerinnen kennen, die aus den verschiedensten Bundesländern kamen und den selben Weg hatten. Auch für sie war es die erste Begegnung mit der Sommeruni. Zusammen erreichten wir, trotz fremder Stadt und fremden Weg, den Campus um 9.30 Uhr. Hier warteten auch schon die anderen, weiteren 150 Kursteilnehmerinnen im Alter von 16–20 Jahren im Empfangssaal. Insgesamt wurde die Veranstaltung für ca. 160 Teilnehmerinnen zugelassen.

Für jeden Teilnehmer wurden Namensschilder mit Gruppennummern vorbereitet, die gut sichtbar an der Kleidung getragen wurden. Es gab insgesamt 12 Gruppen. Danach erhielten wir die erste Lektion mit der physikalischen Begegnung. Die Berührung mit einer elektrisch geladenen Kugel, sollten uns für einen Moment der Begrüßung die Haare zu Berge stehen lassen.

Es folgte der Gang in den Hörsaal MD 162, in dem sich die Gleichstellungsbeauftragte, die Projektkoordinatorin, 12 Tutorinnen und der Prorektor vorgestellt hatten. Nach insgesamt 45 Minuten verließen wir den Hörsaal und trafen uns mit den Tutorinnen in der Empfangshalle wieder. Dort bildeteten sich die Gruppen für die Fachbereiche: Biologie, Chemie, Physik und Ingenieurwissenschaften. Jeweils zwei Fachbereiche wurden in einer Gruppe kombiniert.Gruppe 6, von der hier berichtet wird, hatte die Fachbereiche Chemie und Physik. Jede Tutorin übernahm ihre Gruppe in einem seperaten Raum. Hier erfolgte das persönliche Vorstellen von Jedem, sowie einige Eckdaten der beiden Campi (System der Raumfindung), Vorgehensweisen und Abläufe der kompletten Woche. Die Campusführung Duisburg folgte als nächstes und diente der Orientierung.

Im Anschluss fanden sich alle wieder in dem Hörsaal MD 162 für die Vorlesung „Magie des Magnetismus“ ein, welche eine Dauer von zwei Stunden in Anspruch nahm. Um 12:50 Uhr gab es in der Mensa bis 13:30 Uhr die Möglichkeit sich zu stärken. Im Cafe der Mensa war auch gleichzeitig der Treffpunkt mit unserer Tutorin. Sie führte uns zu einem Umkleideraum, in dem Schutzanzüge für uns zu Verfügung gestellt wurden. Nach dem Umkleiden wurden wir von einem Professor übernommen, der uns im Reinraumlabor eine Vorführung über die Glasfaser als Datenträger präsentierte. Um 16:00 Uhr endete der Tag.

Am zweiten Tag am Campus Essen war unser Treffpunkt am Audimax um 9:15 Uhr. Hier wurde uns eine Vorlesung der Allgemeinen Chemie mit dem Thema Duftölanalyse im Neubau- Labor im Raum S03 V00 E59 vorgestellt. Die Dauer der Vorlesung betrug eine ¾ Stunde. Nachfolgend wurde uns in 1½ Stunden im Raum S05 R00 L87 die Vorlesung über Nanokapseln–Flaschenpost für die Zelle gehalten. Im Anschluss folgte eine Führung ins Labor mit einem Hochstleistungsmagneten. Mit diesem Magneten wurde eine Rotweinanalyse erstellt und im Anlaysediagramm über Wasser, Zucker, Frucht und andere Substanzen aufgezeichnet. An der Bushaltestelle Campus Essen wartete um 12:50 Uhr ein für unsere Gruppe organisierter Reisebus, der uns zum Campus Duisburg brachte.

Dort angekommen, traf man sich dann in der Mensa. Um 13:30 übernahm uns unsere Tutorin für den nächsten Vortrag „Studieren — so geht’s“ von 14:00–15:30 Uhr im Hörsaal MD 162. Hier wurde dann auch im Anschluss von 15:30–16:30 Uhr die Studienfinanzierung durch das Studentenwerk vorgestellt. So endete der zweite Tag.

Die Firma EVONIC GOLDSCHIMDT GMBH, Essen war für 20 Teilnehmerinnen aus allen 12 Gruppen am dritten Tag die Zieladresse für das Kontaktikum um 10:00 Uhr. Der Firmenchef empfing uns freudig und präsentierte das Firmenprofil, das Firmenkonzept und die Sicherheitsregeln für das Gelände. Eine Angestellte übernahm das Gespräch und stellte ihre Tätigkeiten im Bereich „Stabilisatoren für Schaumstoffe“ für den Betrieb vor. Mit Helmen ausgestattet folgte eine Werksgelände-Besichtigung, bei dem uns die Schutzmaßnahmen in speziellen Gefahrenbereichen erklärt wurden. Danach teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe wurde der Herstellung für Schaumstoffe zugeteilt. Im Labor konnte man die komplette Herstellung eines Scotch-Schwammes beobachten. Die zweite Gruppe ging in das Hochraumlager. Dort wurden sie über die Produktions- /und Aufbewahrungsmittel informiert.

Im Konferenzraum stellte man uns in der Zeit von 13:00–14:30 Uhr ein Mittagessen bereit. Zwei Mitarbeiterinnen gaben uns Informationen über Berufsmöglichkeiten und Voraussetzungen für Berufsinteressierte. Um 15:30 Uhr verließen wir den Betrieb.

Am 12.08.2010 um 9:15 Uhr trafen wir uns wieder am Campus Duisburg ein. Im Hörsaal MD 162 begann dann die Vorlesung „Verkehrsphysik“ bis 10:45 Uhr.Die nächste Vorlesung über „Planetenentstehung“ folgte von 11:15–12:45 Uhr. Nach der Stärkung in der Mensa trafen wir uns in der Aula SG 135 von 14:00–15:00 Uhr. Dort warteten schon folgende Fachschaften aus den Bereichen Physik, Chemie, Schiffsbau und Schiffstechnik, Informatik, Mathematik, Nano Engerneering, das Studentenwerk und das Akademische Beratungszentrum. Hier konnten wir uns Fachorientiert informieren und beraten lassen. Um 15:15 Uhr erwartete man uns im Campus im Hörsaal MC 122 für die Vorlesung einer Bauingenieurin mit dem Thema „Wie ich Ingenieurin wurde- ein Bericht aus der Praxis“. Dieser endete um 16:30 Uhr und damit auch unser Tag am Campus Duisburg.

Am letzen Tag am Campus Duisburg verabredete sich die Gruppe 6 im Raum MB 245 für die Reflektion der Woche durch Frage- und Beurteilungsbögen. Danach folgte die letzte Vorlesung im Hörsaal MD 162 von 11:15–12:45 Uhr mit dem Thema „Laser in Wissenschaft und Technik“.

Mit einer tollen Gruppe , vielen Informationen und neuen Ideen hatte diese Woche viel Spaß gemacht. Man kann allen Neueinsteigern anraten, diese Erfahrungen für sich selber zu machen.

Elena Neumann