Schülerinnen und Schüler erlebten Kommunalpolitik hautnah

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In der Planspiel-​Sitzung mit Oberbürgermeister Frank Baranowski konnten unsere Schülerinnen und Schüler zeigen, was sie bei den vorausgegangenen zwei Projekttagen mit Mitarbeitern der Friedrich-​Ebert-​Stiftung und „echten“ Stadtverordneten gelernt hatten. Und das war eine ganze Menge! Eine Tagesordnung mit fünf Anträgen, von einer Ever-Play-Anlage über ein Einkaufszentrum bis hin zu mehr Grünflächen in Gelsenkirchen, lag vor und so konnte es gleich losgehen. Die Schülerinnen und Schüler  merkten schnell, dass man ganz konkret über das Anliegen Bescheid wissen musste und es ebenso detailliert begründen sollte. Sehr gut vorbereitet waren auch die Verantwortlichen der Stadtverwaltung, die zu jedem Antrag Stellung bezogen und auf rechtliche Vorschriften verwiesen, woraufhin mancher Antrag zurückgezogen wurde.

Auffallend war, dass es bei Abstimmungen fast immer auch Gegenstimmen gab. Das zeigte, dass hier junge Leute saßen, die zu ihren differenzierten Meinungen standen und dies auch deutlich zeigten. Keine Fähnlein im Wind.

Planspiel Kommunalpolitik nennt sich dieses Projekt. Vor einigen Jahren wurde es von der Friedrich-Ebert-Stiftung entwickelt. In diesem Planspiel werden Jugendliche selbst zu Stadt- und Gemeinderäten, bereiten in Fraktionen eine Gemeinderatssitzung vor, erstellen Anfragen und Anträge und treffen schließlich auch Entscheidungen. Ende eines Planspiels ist eine gestellte Ratssitzung mit den jugendlichen Räten.

Ziel und Sinn des „Kommunalen Planspiels“ ist es, Jugendliche für Politik zu interessieren. Es soll ihnen Lust auf Mitgestaltung und Mitsprache machen sowie Kenntnisse der Kommunalpolitik vermitteln. Zudem soll das Planspiel zur Entwicklung von kommunikativen Fähigkeiten beitragen. Es soll gelernt werden, konstruktiv zu argumentieren, Konflikte auszuhalten und Kompromisse zu schließen, konstruktiv zu streiten und unter Sachzwang verantwortungsvoll Entscheidungen zu treffen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Stadt Gelsenkirchen und der Friedrich-Ebert-Stiftung dafür, dass unsere Schülerinnen und Schüler den vierten Durchgang des Planspiels in Gelsenkirchen bilden und an diesem Projekt mitwirken durften.

Ein großes Dankeschön gilt auch Frau Latzke, die dieses Planspiel am MPG für die Schülerinnen und Schüler initiiert und sie inhaltlich auf die Sitzung vorbereitet hat.