SAMMS 2010: Von den Sternen bis zur Unendlichkeit

„Unendlich viel auf einem Tisch“ hatten einige der 40 Mädchen und Jungen von 17 weiterführenden Schulen aus Gelsenkirchen am Donnerstag und Freitag im Rahmen von „SAMMS“ im Max-Planck-Gymnasium. Dahinter verbirgt sich die Schüler Akademie für Mathematik aus Münster. Und die schickte die Teilnehmer aus den Jahrgangsstufen 6 auf eine Reise durch die spannende Welt der Mathematik.

Mit der Unendlichkeit etwa beschäftigte sich eine der fünf Arbeitsgruppen. Die Schüler arbeiteten mit Flächen und Körpern, erkundeten, wie viele Dreiecke man eigentlich in eines hinein zeichnen kann. „Das geht unendlich so“, weiß Paula nun. Die Elfjährige kam aus der Evangelischen Gesamtschule ins Max-Planck-Gymnasium. „Wir haben hier richtig Spaß“, freut sich ihre Schulkameradin Michele. Besonders stolz ist die Gruppe auf ein großes Objekt, bestehend aus Tetraedern. „Wir haben immer drei genommen und einen darauf gesetzt. Und dann wieder drei von den neuen Tetraedern genommen und wieder drauf gesetzt“, erklärt Paula die Entstehung. Schon jetzt fiebern alle der Präsentation der Ergebnisse am Nachmittag entgegen. Dann sehen nicht nur die Eltern, was die Kinder an zwei Tagen erarbeitet haben, sondern auch die Gruppen können schauen, was die anderen Kids erforschten.

Im Nebenraum etwa gehen die Jugendlichen der Frage nach: „Wo ist Epsilon Eridani?“ Dahinter stehen erste Schritte im Bereich der Astronomie und das Kennenlernen von Koordinatensystemen zu Ermittlung eines Punktes im Raum. Spannend ist das für die Teilnehmer. Und lebensnah. „Ich habe gestern Abend viele Sternbilder gefunden“, erzählt Tolga vom Grillo-Gymnasium, den es am Abend vor die Tür gezogenen hatte. „Es geht darum, dass sich die Schüler mit Astronomie auseinandersetzen und zwei Koordinatensysteme kennenlernen“, erklärt Robert Spillner, Lehrer für Mathematik am Max-Planck-Gymnasium. Und sein Kollege, Hannes Stoppel, unterstreicht noch einmal das hohe Niveau des Projektes. „Viele der Ausgaben, die hier mit den Schülern gelöst werden, sind Bestandteil des ersten Semesters im Mathematik-Studium.“

(WAZ 05.03.2010, Kira Schmidt)